SCHIRENC PLAYS PUNGENT STENCH - SORCERY - STAHLCHOR - APEGA

20:00 Liebengrün
noch 1 Monat, 1 Woche
Spps

Vier Bands, ein Abend und garantiert kein ruhiger Nacken!

Am 12. Dezember wird es im "Hirts Brau- und Gasthof" in Liebengrün noch einmal ordentlich laut. Bevor das Jahr endgültig in Richtung Weihnachtsruhe und Jahreswechsel abbiegt, haben wir gemeinsam mit dem Death Sentences e.V. für euch noch ein ziemlich fettes Paket geschnürt. Vier Bands, vier unterschiedliche musikalische Ansätze und jede Menge Gründe, den heimischen Fernsehsessel gegen den Platz vor der Bühne einzutauschen.
Wer sich an diesem Abend durch alle vier Bands arbeitet, sollte allerdings ein wenig Kondition mitbringen. Nicht nur für die Nackenmuskulatur, sondern auch für die eine oder andere Getränkerunde. Denn musikalisch wird diesmal einiges geboten. Wir werfen schon einmal einen Blick auf das, was euch erwartet.

APEGA – Wenn die Dunkelheit übernimmt

Den Anfang machen APEGA aus Köthen in Sachsen-Anhalt. Seit 2013 ist die Band im Black Metal unterwegs und hat sich einer musikalischen Richtung verschrieben, bei der es gerne finster, kompromisslos und atmosphärisch zugehen darf. Inhaltlich bewegen sich APEGA unter anderem zwischen Religion, Philosophie und Einsamkeit. Kopf von APEGA ist vor allem Adramalech, der Gesang und sämtliche Instrumente verantwortet. Unterstützt wird er von Malphas am Bass, CHVLTVS am Schlagzeug sowie Ahinz und Impulsatör an den Gitarren. Damit dürfte bereits zu Beginn klar sein, dass hier keine lange Aufwärmphase eingeplant ist. Wer bei Black Metal gerne in dunkle Klangwelten eintaucht und sich von ordentlich Druck aus den Boxen mitnehmen lässt, sollte rechtzeitig vor der Bühne stehen. Das nächste Bier kann schließlich auch nach dem Auftritt noch geholt werden.

STAHLCHOR – keine halben Sachen

Weiter geht es mit STAHLCHOR aus dem nicht allzu weit entfernten Schleiz. 2011 gegründet, bewegt sich der Stil irgendwo zwischen Thrash Metal und Death 'n' Roll. Oder anders gesagt: Hier wird nicht lange gefackelt, sondern ordentlich drauflosgeschrubbt. Das Albumdebüt "Stahl auf Stahl" erschien 2019 und macht mit seinem Titel bereits ziemlich deutlich, wohin die Reise geht. STAHLCHOR musste allerdings auch einen schweren Verlust verkraften. Gitarrist und Sänger Martin "Orla" Orlamünder verstarb 2021. Heute stehen Sebastian Grieser am Schlagzeug und Thomas „Harti“ Hartmann für den unverkennbaren STAHLCHOR-Sound. Harti übernimmt Gitarre und Gesang. Wer die Jungs schon einmal erlebt hat, weiß, dass die Kombination aus treibenden Rhythmen, schneidenden Gitarren und einer ordentlichen Portion Thrash ordentlich Bewegung in den Saal bringen kann. Spätestens hier dürfte der erste verschwitzte Nacken zu einer kurzen Verschnaufpause an der Theke aufbrechen.

SORCERY – Four Decades of Swedish Death Metal

Nach der nächsten Runde an der Theke wird es international. SORCERY aus Sandviken in Schweden gehören zu den Bands, die den schwedischen Death Metal von seinen frühen Tagen an mitgeprägt hat. Gegründet 1986, gab es zunächst Geballer mit deutlichen Thrash-Einflüssen, jedoch entwickelte sich ihr Stil schnell in Richtung Swedish Death Metal. Mit dem Debütalbum "Bloodchilling Tales" von 1991 hinterließen sie ihre erste größere Duftmarke in der Szene.
Nach einer ersten aktiven Phase bis 1997 folgte eine längere Pause. 2009 fanden SORCERY wieder zusammen und meldeten sich 2013 mit "Arrival at Six" eindrucksvoll zurück.

Wer jetzt glaubt, dass nach vierzig Jahren Bandgeschichte langsam die Luft raus sein müsste, hat die Rechnung ohne die Schweden gemacht. 2026 feiern SORCERY ihr vierzigjähriges Bestehen und haben mit "The Immaculate Sin" am 1. Oktober ihr mittlerweile fünftes Album unters Volk gebracht und zeigen darauf, dass sie auch nach vier Jahrzehnten noch eine ordentliche Portion schwedisches Todesblei auf Lager haben.
Musikalisch dürft ihr euch auf wuchtigen, melodischen und dennoch kompromisslosen Death Metal freuen. Hier treffen rasende Passagen auf mächtige Riffs und die typische schwedische Gitarrenwand. Ein guter Zeitpunkt also, um das Getränk sicherheitshalber abzustellen, beide Füße fest auf dem Boden zu verankern und den Kopf in Bewegung zu bringen. Denn bei SORCERY dürfte es schwierig werden, einfach nur herumzustehen.

SCHIRENC PLAYS PUNGENT STENCH – Eine österreichische Death-Metal-Legende

Und dann kommt der Moment, auf den sicherlich viele mit Freude, aber auch mit einer Träne im Auge warten.

Der allerletzte Auftritt von SCHIRENC PLAYS PUNGENT STENCH in Deutschland!

Hinter SPPS steckt niemand Geringeres als Martin „El Cochino“ Schirenc, seines Zeichens Gründungsmitglied, Gitarrist und Sänger der österreichischen Kultformation PUNGENT STENCH.
Die Geschichte beginnt 1988 in Wien. Gemeinsam mit Schlagzeuger Alex Wank und Bassist Jacek Perkowski gründete Schirenc eine Band, die sich musikalisch nicht sonderlich um irgendwelche Konventionen scherte. PUNGENT STENCH verbanden Death Metal mit Grindcore, einer gehörigen Portion Groove und Einflüssen, die auch vor ungewöhnlichen musikalischen Ausflügen nicht Halt machten. Dazu kamen eine ordentliche Portion schwarzer Humor, provokante Texte und ein Artwork, das nicht selten für hochgezogene Augenbrauen sorgte - das Coverbild von "Been Caught Buttering" mit dem aufgeschnittenen Kopf ist auch auf unserem Flyer zu sehen. Ja, hier wurde nicht nur musikalisch gerne eine Grenze überschritten.
Mit dem 1990er Album "For God Your Soul... For Me Your Flesh" sowie dem ein Jahr später erschienenen Klassiker "Been Caught Buttering" erspielte sich Pungent Stench internationale Aufmerksamkeit. Es folgten weitere EP's und Alben wie "Dirty Rhymes & Psychotronic Beats" sowie "Club Mondo Bizarre – For Members Only". Mitte der 90er war dann aber erstmal Schluss. Nach einer Wiederbelebung Anfang der 2000er und weiteren Veröffentlichungen, darunter "Ampeauty", war 2007 erneut Schluss.
Doch solche musikalischen Hinterlassenschaften lässt man eben nicht einfach im Archiv verstauben. Seit 2013 bringt Martin das alte Material wieder auf die Bühne. Aufgrund rechtlicher Auseinandersetzungen mit dem ehemaligen Schlagzeuger Alex, darf das Projekt nicht einfach unter dem ursprünglichen Bandnamen auftreten. Der Name SCHIRENC PLAYS PUNGENT STENCH macht deshalb deutlich, wer hier das musikalische Erbe weiterträgt. Neben Schirenc an Gitarre und Gesang gehören Bassist Jacek „Pitbull“ Perkowski und Schlagzeuger Mike G. Mayhem zur aktuellen Besetzung. Mit Jacek ist dabei sogar ein Gründungsmitglied zurück an Bord. Eine Kombination, die dem alten Material ordentlich Leben einhaucht.
Was erwartet euch also? Eine ordentliche Portion österreichischer Death Metal, der nicht nur auf Geschwindigkeit setzt, sondern vor allem durch seine groovenden Riffs, seine morbide Atmosphäre und diesen ganz eigenen, herrlich schmutzigen Charakter überzeugt. Klassiker aus den frühen Jahren wie "Shrunken & Mummified Bitch" oder "Blood, Pus & Gastric Juice" dürften dabei ebenso wenig fehlen, wie die eine oder andere musikalische Gemeinheit.
Falls noch jemand ein Bierchen benötigt: nutze dafür die letzte Umbauphase, denn wenn SPPS loslegen, wird der Saal beben und dann is nix mehr mit gemütlich ein Bierchen trinken!

Also: Nackenmuskulatur vorher ein wenig dehnen, Durst mitbringen und den Samstagabend freihalten.
Wir sehen uns vor der Bühne! (DL)



Details

Datum:
12. Dezember 2026
Einlass:
19:00 Uhr
Beginn:
20:00 Uhr
Eintritt:
36,00 €
Ort:
Liebengrün
Liebengrün 54 07368 Remptendorf

zur Karte

Anfrage

Du hast eine Frage?

Dann schreib uns!
Kontakt

Kommentar schreiben:

Ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen und bin mit der Verarbeitung meiner Daten einverstanden.